Ein Tennis-Dinner, bei dem null zu null der beste Spielstand war
Tennis-Dinner wie beim Love All Dinner mit Lacoste in Wertheim Village: was den Abend getragen hat und wie du dein eigenes Tennis-Dinner deckst.

Love all ist im Tennis der Spielstand, bevor irgendetwas passiert ist. Null zu null, alle gleich, keiner liegt vorn. Genau dieses Gefühl wollten wir an einen Tisch holen, als wir mit Lacoste und Wertheim Village unser erstes Tennis-Dinner gebaut haben. Deshalb hieß es Love All Dinner.
Das war Ende August 2025, also über ein Jahr her. Wir holen den Abend jetzt wieder raus, weil im Herbst die schönsten Abende am Tisch stattfinden statt auf dem Court, und weil sich vieles davon zu Hause nachbauen lässt. Hier steht beides: was in Wertheim passiert ist, und was du davon für dein eigenes Tennis-Dinner klauen kannst.
So lief das Love All Dinner in Wertheim Village
Der Abend fing nicht am Tisch an, sondern am Bus. Die Gäste kamen gemeinsam im Shuttle, beim Aussteigen gab es ein Bändchen ums Handgelenk und einen Brief zur Begrüßung. Die Gästeliste hatten wir aus der Fifteen Love Community zusammengestellt, und auf den Fotos sieht man sofort, dass alle den Abend ernst genommen haben: Polos, Pullunder mit grüner Kante, weiße Hosen, Caps.
Erste Station war der Lacoste-Store, danach „The Apartment“, eine Lounge mit Palmen und Kronleuchter. Am grünen Lacoste-Wagen vor dem Shuttle standen die ersten Grüppchen zusammen, drinnen hielt sich jemand einen weißen Plisseerock vor die Hüfte und war sichtlich kurz davor, ihn mitzunehmen. Tennis gab an diesem Abend den Ton an, Fashion das Bild.
Gegessen wurde draußen, an einer langen Tafel mitten in einer Gasse des Village, zwischen Hortensien. Auf dem Tisch standen Kerzen in Haltern in Herzschlägerform, Tennisbälle und Schläger lagen im Eiskübel, auf jedem Platz eine Menükarte mit dem Namen des Abends. Als es dunkel wurde, leuchtete an der Hauswand ein Herzschläger, und auf den Fotos vom späten Abend sitzt kaum noch jemand auf seinem Platz. Alle stehen, reden über den Tisch hinweg, zeigen sich gegenseitig Bilder auf dem Handy. Für uns ist das das beste Zeichen, dass ein Dinner funktioniert hat.
So deckst du dein eigenes Tennis-Dinner
Was ein Tennis-Dinner ausmacht
Ein Tennis-Dinner braucht keine Schläger an der Wand. Es lebt von drei Dingen, die Tennis sowieso mitbringt: eine klare Farbwelt, ein paar Rituale und Gäste, die sich gern gut anziehen.
Die Farbwelt ist geschenkt. Weiß, Creme, Grün und ein Akzent in Rot. Die Rituale auch, denn kaum ein Sport hat so viele Essens-Traditionen. In Wimbledon werden während der zwei Turnierwochen rund 28.000 Kilo Erdbeeren mit über 7.000 Litern Sahne gegessen, die Erdbeeren kommen von einer Farm in Kent und werden frühmorgens von Hand gepflückt, so steht es im Lernmaterial von Wimbledon. Bei den US Open ist der Honey Deuce der Drink des Turniers, seit 2007: Wodka, Limonade, Himbeerlikör und drei Kugeln Honigmelone, die aussehen wie Tennisbälle (Good Morning America).
Und die Gäste: Wer zu einem Tennis-Dinner eingeladen wird, zieht sich dafür an. Das nimmt dir als Gastgeber die halbe Deko ab.
Tisch und Deko
Für sechs bis zehn Leute zu Hause, ohne Eventbudget:
- Weiße Tischdecke, Servietten in Grün oder Dunkelblau. Mehr Farben braucht der Tisch nicht
- Tennisbälle in einen Eiskübel oder eine Glasschale, dazu ein alter Holzschläger, falls bei deinen Eltern noch einer im Keller steht
- Kerzen, viele und in unterschiedlicher Höhe. Das Licht macht am Ende mehr als jede Deko
- Tischkarten als Doppel-Paarungen: Wer neben wem sitzt, steht da wie auf einem Turnierplan
- Ein Aperitif in Grün oder Gelb und Erdbeeren mit Sahne zum Dessert. Das versteht jeder ohne Erklärung
- Ein Dresscode in einem Satz: Tennis Whites, Strick erlaubt
Die Musik
Zum Essen leise und warm, Soul, Disco-Edits, langsamer House. Wenn die Teller abgeräumt sind, darf es lauter werden. Unser Tipp von vielen Abenden am Court: Bau die Playlist nicht nach Genre, sondern nach Uhrzeit. Was um 20 Uhr perfekt ist, klingt um Mitternacht nach Wartezimmer.
Der Dresscode
Weiß ist der einfachste Dresscode der Welt, weil jeder etwas Weißes im Schrank hat. Im Herbst funktioniert er mit Strick: ein Pullunder über dem Hemd, ein Zopfpullover über dem Faltenrock, eine Cap für alle, die am Tisch nicht ganz so offiziell aussehen wollen. Mehr Looks stehen in unserem Dresscode-Guide.
Warum heißt null im Tennis eigentlich love?
Weil es keiner sicher weiß, und genau das macht die Frage zum besten Gesprächsthema für den zweiten Gang. Die bekannteste Theorie leitet love vom französischen l'œuf ab, dem Ei, weil eine Null aussieht wie eins. Der Lexikograf Jesse Sheidlower hält laut NPR eine andere Erklärung für plausibler: love wie in „for the love of the game“, also aus Liebe zum Spiel, auch wenn man gerade nichts gewinnt. Die Redewendung gab es im Englischen schon, bevor Tennis populär wurde. Als Wort für null taucht love im späten 18. Jahrhundert auf, vorher schon in Kartenspielen wie Whist.
Wir mögen die zweite Version. Sie beschreibt ziemlich genau, worum es an so einem Tisch geht.
Häufige Fragen zum Tennis-Dinner
Was ist ein Tennis-Dinner?
Ein Abendessen, bei dem Tennis die Ästhetik vorgibt: weiße Outfits, Grün und Weiß auf dem Tisch, kleine Rituale wie Erdbeeren mit Sahne. Gespielt wird nicht, gegessen und geredet dafür umso mehr.
Was zieht man zu einem Tennis-Dinner an?
Tennis Whites oder Creme, gern mit Strick, Polo oder Faltenrock. Saubere weiße Sneaker gehen immer, eine Cap auch.
Was serviert man bei einer Tennis-Mottoparty?
Klassiker aus den großen Turnieren: Erdbeeren mit Sahne wie in Wimbledon, einen Honey Deuce wie bei den US Open, dazu alles, was sich gut teilen lässt.
Kann man ein Love All Dinner für eine Marke ausrichten lassen?
Das Love All Dinner ist ein Fifteen Love Format für Marken. Wie die Zusammenarbeit funktioniert, steht auf der Partnerseite, den Abend mit Lacoste und Wertheim Village zeigt der Case.
Und wenn du lieber eingeladen wirst, als selbst zu decken: Unsere nächsten Abende stehen unter Events, als Fifteen Lover erfährst du als Erstes davon.






